Die Strütwiese

 

 

 

Rekultivierung des alten Weinbergs am Bischberg in Aschaffenburg

 

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) besteht seit mehr als 100 Jahren. Er ist der bayerische Partnerverband des NABU. Der LBV setzt sich für eine vielfältige und erlebenswerte Natur in Bayern ein. Er ist mit 75.000 Mitgliedern und Förderern, 350 Kreis- und Ortsgruppen, 120 Jugendgruppen und 2.750 Hektar eigenen Schutzgebieten in ganz Bayern vertreten. Im Landkreis Aschaffenburg unterhält der LBV die Umweltbildungsstation mit Naturerlebnisgarten in Kleinostheim.

 

Die Ortsgruppe Aschaffenburg hat sich 2010 gegründet. Sie möchte sich vor allem dem Lebensraum Stadt annehmen. Eine wichtige Aufgabe sieht sie darin, den Belangen des Natur- und Artenschutzes in der Stadt stärkere Beachtung zu schenken. Neben Landschaftspflegemaßnahmen im Stadtgebiet beteiligt sich die Ortsgruppe an Umweltbildungsmaßnahmen und Naturführungen.

 

Das neueste Projekt der Ortsgruppe Aschaffenburg ist die Rekultivierung eines aufgelassenen Weinbergs am Bischberg in Aschaffenburg. Der Weinberg wurde bis 1900 bewirtschaftet. Der Einfall der Reblaus führte dazu, dass fast in ganz Unterfranken der Weinbau zum Erliegen kam. Auch der Bischberg war davon betroffen. Der Weinbau am Bischberg lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Urkundlich nachgewiesen ist der Weinbau dort seit 1226. Deswegen wurde die Fläche 1996 unter Naturschutz gestellt. Im Jahr 2004 erfolgte aus Sicherheits- und Naturschutzgründen die Freilegung der alten Weinbergmauern. Dadurch entstand ein besonderer Bereich, der zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. An den imposanten sonnigen Weinbergmauern entlang des Radwegs nach Obernau haben sich zahlreiche schützenswerte Arten angesiedelt.

 

Die untere Naturschutzbehörde der Stadt Aschaffenburg ist seit Langem auf der Suche nach einer Naturschutzgruppe, die sich um die Pflege der Fläche kümmert. Ohne die Pflege, sprich regelmäßiger Freischnitt der Sandsteinmauern, würde die Fläche verbuschen. Damit wäre für viele seltene Tier- und Pflanzenarten der Lebensraum bedroht. Mit der LBV Ortsgruppe Aschaffenburg hat sich ein Wunschpartner gefunden, der den Anforderungen der unteren Naturschutzbehörde gerecht wird. Gleichzeitig möchte die Ortsgruppe aber auch die alte Kulturlandschaft wiederbeleben und den Weinbau am Bischberg neu aufleben lassen. Mit diesem Projekt soll gezeigt werden, dass sich Naturschutz und Kulturlandschaft miteinander kombinieren lassen.

 

 

Der Amphibienzaun am Lufthofweg

Am ersten feuchten, sonnigen Tag des Jahres wandern hunderte von Kröten in Richtung Fasaneriesee und landen in den eingegrabenen Eimern. Jeden Morgen gehen freiwillige Helfer der LBV Ortsgruppe Aschaffenburg die Strecke ab und tragen Männchen wie Weibchen über die Straße. 

Im See kann man die braunen Gesellen an den im Wasser liegenden Zweigen sehen. Wenn sie gelaicht haben beginnt das Spiel, nur in der anderen Richtung von vorn. Dann heißt es rechtzeitig den Rüclkwanderzaun aufbauen.

 

 

Der Amphibienzaun am Klinikum

Erdkröten laichen am Klinikum Aschaffenburg 

Erdkröten haben die angelegten Tümpel hinter den Gebäuden des Klinikums entdeckt und für gut befunden. In großen Scharen kommen sie seit Jahren aus dem Wald und damit leider auch auf einen befahrenen Weg. Der LBV übernimmt das Sammeln mit den Aktiven aus unserem Ortsverband. Ohne engagierte Naturschützer wäre unsere Umwelt um einiges ärmer, denn jedes Tier und jede Pflanze ist ein unverzichtbarer Baustein im Netzwerk der Natur.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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Ortsgruppenkontakt

Vorsitzender:

Dr. Rudolf Wilden

Tel: 06021 900544

e-mail: rudolf.wilden@erm.com

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