Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Fledermäuse

- die Jäger der Nacht

Sie fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren

Fledermäuse gehören zu den so genannten Kulturfolgern. Sie haben es sich z.B. in Scheunen, Kellern oder Kirchtürmen wohnlich eingerichtet. Aber in Neubauten oder sanierten Häusern ist kein Platz mehr für diese Untermieter. Unterschlüpfe und versteckte Eingänge werden verfüllt und abgedichtet. Daher finden einige Fledermausarten nicht genug Raum, um ihre Jungen aufzuziehen. Wir wollen das ändern. Mit vielen kleinen und einigen größeren Projekten stellen wir für gefährdete Arten wieder Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung.

In Bayern gibt es insgesamt 23 Fledermausarten, von denen alle als gefährdet gelten. Durch den Einsatz von Pestiziden herrscht vielerorts akuter Insekten- und somit Nahrungsmangel. Zum Schutz der Tiere kann jedoch nahezu jeder beitragen: Schon ein paar Blumen auf dem Balkon oder die Gestaltung von insektenreichen, naturnahen Gärten, z.B. mit heimischen Sträuchern anstatt einer Thuja-Hecke helfen unseren heimischen Fledermäusen.

 

Der LBV Aschaffenburg hat einige engagierte Aktive, die sich um Fledermausquartiere kümmern. Dies ist auch ein wichtiger Bestandteil des LBV-Gebäudebrüterprojekts.

Thomas Bormann ist Ansprechpartner im Kreis Aschaffenburg und kümmert sich auch persönlich um Quartiere und verletzte Tiere. Durch die Anschaffung einer sogenannten Horchbox ist er in der Lage, verschiedene Fledermausarten durch Speicherung der Daten zu identifizieren.

Richard Weibert kümmert sich im Bereich Blankenbach ebenfalls um die Quartiere der Fledermäuse.

 

Selbstverständlich stehen wir auch mit Rat und Tat rund um die Fledermaus zur Verfügung (mehr lesen im Ratgeber).

Text: LBV, Foto: Richard Weibert

Fledermausquartier in Blankenbach
Fledermausquartier in Blankenbach
Richard Weibert und Thomas Bormann
Richard Weibert und Thomas Bormann