Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Fledermausschutz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Bormann

Tel: 06021 57683

E-Mail: tm_bormann@arcor.de

 


Mausohren, Hufeisennasen oder Abendsegler: Fledermäuse haben nicht nur schöne Namen, sondern faszinieren auch mit ihren spektakulären Flugkünsten.

Fledermäuse gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Sie haben sich z.B. in Hausfassaden, Dächern, Kellern, Kirchtürmen oder im Wald wohnlich eingerichtet. Aufgrund ihrer heimlichen nächtlichen Lebensweise gehören Fledermäuse zu den sagenumwobensten heimischen Tieren und sind immer noch vielen Menschen unheimlich. In Bayern wurden bisher 25 Fledermausarten nachgewiesen – davon stehen 14 Arten auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Alle heimischen Arten ernähren sich ausschließlich von Insekten und Spinnen. Auch bei völliger Dunkelheit können sie sich mit ihrem Ultraschall-Echoortungssystem orientieren.

 

Aber in Neubauten oder sanierten Häusern sowie im Wald mangelt es an geeigneten Tagesquartieren. Unterschlüpfe und versteckte Eingänge werden verfüllt und abgedichtet. Geeignete Höhlenbäume sowie Spaltenquartiere im Wald werden leider immer wieder entfernt. Daher finden einige Fledermausarten nicht genug Raum, um ihre Jungen aufzuziehen.

 

Wir ändern das! Mit vielen kleinen und einigen größeren Projekten stellen wir für diese gefährdeten Arten wieder Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Im Spätsommer, etwa ab Ende August, treffen sich männliche und weibliche Tiere in sogenannten Paarungsquartieren. Sie erkunden mögliche Winterquartiere und legen sich Fettreserven an.  Daher kann man die Tiere während dieser Zeit an bestimmten Stellen besonders gut beobachten. Mit Beginn der Nachtfröste ziehen sich die Fledermäuse in ihre vor Frost geschützten Winterquartiere zurück. Den Nahrungsengpass im Winter überbrücken Fledermäuse durch einen Winterschlaf. Während dieser Winterruhe dürfen sie keinesfalls gestört werden.

 

 Der Arbeitskreis „Fledermausschutz“ in der Kreisgruppe engagiert sich für den Schutz dieser Säugetiere sowie für den Ausbau und Erhalt von Sommer- und Winterquartieren. Mit Ausstellungen und Vorträgen wird bei der Bevölkerung für diese bedrohte - aber äußerst nützliche -  Tierart geworben.  Um die faszinierenden Jäger der Nacht noch bekannter zu machen, finden jedes Jahr im August europaweit zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Fledermausnacht, der Batnight, statt.

 

Auch widmen sich einige Mitglieder dieses Arbeitskreises der Pflege verletzter und kranker Tiere. Da dies ehrenamtlich geschieht, besteht kein Anspruch darauf, dass verletzte Tiere abgeholt oder unter allen Umständen aufgenommen werden.

 

Erste Hilfe-Tipps finden Sie hier.

Bild: Richard Kalkbrenner, Thomas Bormann; Text: LBV, Richard Kalkbrenner, Thomas Bormann