Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Ornithologie

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Stadtmüller

Tel: 06029 6900

E-Mail: uhuthomas@web.de


Ein Frühlingsmorgen ohne Vogelgezwitscher – undenkbar!? Doch über die Hälfte der 206 bayerischen Brutvögel ist bedroht: 133 von ihnen stehen auf der Roten Liste. Mit unseren Artenhilfsprogrammen und mit gezielten Maßnahmen vor Ort schützen wir sie. Dazu zählt auch der Uhu und der Steinkauz.

 

Der Uhu ist im Landkreis Aburg kurz nach der Jahrtausendwende eingewandert. 2003 wurde die ersten Uhus gesichtet.

2008 erfolgte der erste Brutnachweis. In der Zwischenzeit ist der Bestand auf 10 Brutpaare angestiegen, die jedes Jahr mehr oder weniger erfolgreich brüten. In der Regel gibt es 2-3 Junge pro Paar. Es sind zum Teil Boden- und Baumbrüter. Die Arbeitsgruppe kümmert sich intensiv um den Erhalt dieser Brutplätze und überwacht die Horste während der Brutzeit und Aufzucht.

 

Der Steinkauz weißt seit Jahren einen recht stabilen Bestand in der Region auf. Er brütet in Bereichen des oberen Kahlgrunds und des Altlandkreises Alzenau mit jeweils 10-15 Brutpaaren. Weitere wichtige Lebensräume sind die Streuobstwiesen der Stadt Aschaffenburg, wo er hauptsächlich in Naturhöhlen vorkommt. Insgesamt liegt der Steinkauzbestand bei etwa 140 Brut Paaren am bayerischen Untermain.

 Daher kümmert sich die Arbeitsgruppe auch um diese bedrohte Vogelart. Die Jungvögel werden beringt und ihr Bestand an die Vogelschutzwarte gemeldet. Im Herbst oder zeitigen Frühjahr werden neue Steinkauzröhren montiert.

 

Alle anderen Vögel, die unserer Zuwendung bedürfen, werden natürlich auch nicht vergessen.

 

Der Schutz der jeweiligen Lebensräume (Feuchtwiesen, Steinbrüche, Streuobstwiesen uva) ist ein wichtiger Baustein, der es vielen Vogelarten ermöglicht am Untermain heimisch zu bleiben.

 

Bild: Richard Kalkbrenner, Thomas Staab; Text: Richard Kalkbrenner, Thomas Stadtmüller