Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Jugendprojekt "ZwölfPlus"

Die Jugendlichen mit ihren Familien bei einer Vogelexkursion mit dem LBV-Fachreferent Thomas Stadtmüller
Die Jugendlichen mit ihren Familien bei einer Vogelexkursion mit dem LBV-Fachreferent Thomas Stadtmüller

Du möchtest was erleben? Neue Dinge ausprobieren? Herausforderung und Abenteuer spüren? Draußen sein und die Natur genießen? Die Welt verbessern? Zumindest ein bisschen? Vor allem aber mit netten Leuten eine tolle Zeit verbringen?

Dann bist du bei der NAJU (Naturschutzjugend im LBV) genau richtig!

 

Unser Projekt für Jugendliche heißt ZwölfPlusund ist eine lose Reihe an Aktionen und Veranstaltungen zu bestimmten Themen aus der Arbeit des LBV oder der NAJU mit Fachreferenten für Euch. Das bedeutet, dass es keinen festen, wiederkehrenden Termine geben wird. Die Tage und Zeiten, die wir anbieten, richten sich vor allem nach den Referenten. Organisiert und betreut wird das Projekt von der NAJU-Regionalbetreuerin Meike Kempermann und der Jugendbeauftragten der Kreisgruppe Aschaffenburg Sabine Michael. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch bei uns, und wir sagen euch Bescheid, wenn eine Aktion ansteht. Wenn ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr euch dabei anschließen.

 

Für 2018 haben wir ein buntes Programm geplant: die Filmvorführung von "10 Milliarden - wie werden wir alle satt?" im Februar, ein Koch-Event bei "Aschaffenburg is(s)t bunt" im April, eine Fledermaus-Exkursion im Mai, einen Stand beim Brüderschaft-der-Völker-Fest im Juli... und noch vieles mehr!

 

 Außerdem bietet die NAJU ein interessantes Programm an überregionalen Projekten mit anderen Jugendlichen aus ganz Bayern an. Neugierig geworden?

 

Dann schau dir das Programm mal an!

 

Kontakt:

Sabine Michael

LBV Kreisgruppe Aschaffenburg Jugendbeauftragte

Telefon: 06027/4090797

Email: sabine.michael@lbv.de

Naturschutzjugend auf Fotosafari

Der Star des Vormittags (Foto: Gesa)
Der Star des Vormittags (Foto: Gesa)
Auf Motivsuche am See (Foto: Meike Kempermann)
Auf Motivsuche am See (Foto: Meike Kempermann)
Björn erklärt sein Fotoequipment (Foto: Meike Kempermann)
Björn erklärt sein Fotoequipment (Foto: Meike Kempermann)

Sie waren die heimlichen Stars des Vormittags: die kleinen Frösche am See, die sich bereitwillig fotografieren ließen und so für den erfolgreichen Abschluss einer runden Veranstaltung sorgten.

 

Begonnen hatte der NAJU-Fotoworkshop im Bernd-Hofer-Haus, wo der Referent Björn Reibert Ratschläge zur Bildgestaltung und zu Grundeinstellungen der Kamera gab. Viele der jugendlichen Teilnehmer/innen waren mit ihren Handys gekommen. Da war es motivierend zu hören, dass der Fotograf einst selbst mit Handyfotos angefangen hatte und sein Equipment erst über die Jahre immer professioneller wurde. Neben dem richtigen Umgang mit Tieren, die man fotografieren möchte, hob Björn eine wichtige Voraussetzung für ein gelungenes Tierfoto hervor: Geduld.

 

Die zeigten die jungen Fotografen dann im LBV-Naturerlebnisgarten, wo sie zu zweit, zu dritt oder auch alleine auf die Suche nach schönen Motiven gingen. Björn wechselte von Gruppe zu Gruppe und gab individuell Tipps zu Fotos und Kamera. Magisch angezogen vom Wasser traf sich später alles zufällig am See wieder, wo im Sonnenschein viele schöne Motive eingefangen werden konnten. Die neugierigen Kanadagänse kamen von der anderen Seeseite herüber und platzierten sich fotogen mitten in den Teichrosen. Frösche, Gänse, Schnecken - die Teilnehmer waren zufrieden mit ihrer Ausbeute.

 

Zu schnell ging der Vormittag vorbei, da waren sich die Teilnehmer/innen des NAJU-Fotoworkshops einig. Und weil der Referent das genauso sah, wird es wohl bald eine weitere Fotosafari geben. (Webseite Björn: www.faszinierendewelt.net)

 

Die Veranstaltungen des NAJU-Jugendprojektes finden in loser Reihe statt und richten sich an unsere Jugendlichen ab ca. 12 Jahren. Auch Nichtmitglieder sind zum Schnuppern eingeladen. Bei Interesse bitte an Sabine Michael wenden.

Text: Meike Kempermann

Felix forscht an Flechten

Naturschutzjugend auf den Spuren der Mauerbewohner


Sie wachsen fast überall auf Mauern oder Ästen und doch wissen die meisten Menschen wenig über Flechten. Das zu ändern, war Ziel einer Veranstaltung, zu der die Naturschutzjugend (NAJU), die Jugendorganisation des Landesbund für Vogelschutz (LBV), interessierte Jugendliche in den Osterferien eingeladen hatte. Durch den Nachmittag führte Felix Leon Braun, Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums und ein wahrer Flechtenkenner.

 

Treffpunkt für die jungen Flechtenforscher war der LBV-Naturerlebnisgarten in Kleinostheim. Dort bot der Forscherwagen optimale Bedingungen und nach einer kurzen Einführung von Felix schauten die Teilnehmer staunend durch die Binokulare. Was bei bloßem Hinschauen ziemlich vertrocknet und wenig spektakulär aussah, entfaltete hier mit etwas Feuchtigkeit und Vergrößerung eine neue Welt. Die Formenvielfalt der verschiedenen von Felix mitgebrachten Flechtenarten war beeindruckend.

 

Auch vor dem Forscherwagen hatte Felix allerhand Material aufgebaut, und so war es für die Teilnehmer kein Problem, das Flechten-Memory zu gewinnen oder die Quizfragen zu beantworten. Wer bei der Einführung gut aufgepasst hatte, wusste sofort, dass Flechten eine Symbiose von Alge und Pilz sind. Schwieriger war die Antwort auf die Frage, was Flechten schadet. „Hungrige Schnecken“, war sich Celine sicher, aber wieso schadet ein Hochdruckreiniger den Flechten. „Viele Hausbesitzer reinigen damit ihre Terrassen und Wege und spritzen so die Flechten weg“, erklärte Felix und ergänzt, dass das schade sei, denn die Flechten produzieren Sauerstoff und wachsen nur langsam nach.

 

Felix` Engagement für Flechten hatte vor drei Jahren mit der Teilnahme und einem Preis beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ begonnen. Da hatte er untersucht, ob Flechten einen Beitrag zum Stadtgrün in Form von Fassadenbegrünung leisten können. Flechten produzieren Sauerstoff und wechseln je nach Temperatur, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung ihre Farbe; sicher eine reizvolle Fassade, doch leider wachsen Flechten sehr langsam. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen, gerade weil Felix festgestellt hatte, dass den Flechten viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. An diesem Nachmittag war das jedoch nicht der Fall. Mit Begeisterung gingen die Jugendlichen mit ihren Handys auf Flechten-Foto-Safari und freuten sich über die reiche Ausbeute. Zufrieden zeigte sich auch Sabine Michael, die Jugendbeauftragte der LBV-Kreisgruppe Aschaffenburg, über den Verlauf der Veranstaltung. „Seit letztem Sommer bieten wir neben diversen Kindergruppen im Rahmen unseres Jugendprojekts „ZwölfPlus“ Veranstaltungen extra für Jugendliche an. Das wird gut angenommen. Dass der Referent, wie heute, selbst Jugendlicher ist, ist natürlich sehr motivierend für die Teilnehmer.“ Gerne bietet die Naturschutzjugend auch anderen Jungforschern ein Forum, das eigene Spezialgebiet oder ein Jugend-forscht-Thema vorzustellen. 

 

Informationen zu den NAJU-Kinder- und Jugendgruppen

Meike Kempermann, NAJU-Regionalbetreuung