Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Kindergruppe "Steinkäuze" Kahl

Die "Kahler Steinkäuze" sind eine seit Anfang 2018 bestehende Kindergruppe, die sich einmal im Monat am Wochenende trifft. Die Kinder in der Gruppe sind zwischen 6 und 12 Jahren alt. Neue Mitglieder sind herzlich Willkommen!

 

Kontakt:

Martin Schäfer und Martina Wack

E-Mail: kahler-steinkaeuze@outlook.de

Apfelsaft keltern


Fleißig wie die Bienchen waren rund 20 Kinder der Naju-Gruppe „Kahler Steinkäuze“. An einem wunderbar spätsommerlichen Samstag Nachmittag trafen sie sich auf einer Streuobstwiese zum Apfelsaft keltern. Sie rüttelten und schüttelten an den Bäumen, sammelten die Früchte in große Körbe und schleppten sie mit vereinten Kräften zur nächsten Station. Nach anfänglichem Gewusel fand jedes Kind wie durch Zauberhand „seine“ Aufgabe: Äpfel waschen, in Stücke schneiden, durch die Häckselmaschine kurbeln – bis letztendlich der goldene Saft durch die Handpresse in den Krug fließen konnte. Geschafft, mit eigener Muskelkraft! „Ganz schön viel Arbeit“, da waren sich die Kinder einig. Aber eines war klar: So gut hat Apfelsaft noch nie geschmeckt! So manches Insekt wollte auch etwas davon ab haben – ein begehrter Job war es, die lästigen Wespen mit Wassersprühflaschen zu vertreiben. Die Gruppenleiter Martina Wack, Tatjana Bergmann, Birgit Schickling und Martin Schäfer staunten nicht schlecht über den Eifer ihrer „Steinkäuze“. Alex Wack von der Kahler Ortsgruppe des LBV (Landesbund für Vogelschutz), deren Jugendorganisation die Naju übrigens ist, erzählte den Kindern Wissenswertes über Streuobstwiesen im allgemeinen. Interessant war für die Kinder auch, die verschiedenen Apfelsorten zu probieren und die Unterschiede herauszuschmecken. Zum Schluss spielte Betreuerin Anja Hafermaas mit den Jungs und Mädels Eierlauf – pardon: Apfellauf natürlich… Gar nicht so einfach, die kugeligen Früchte auf Löffeln durch den Slalomparcours zu befördern. Mit gut gefüllten Saftflaschen konnten die Eltern ihre Kinder dann wieder in Empfang nehmen.

Kröten retten und Müll sammeln für die Umwelt - die Kahler Steinkäuze krempeln die Ärmel hoch

Die Kindergruppe hilft beim Kröten sammeln am Amphibienschutzzaun
Die Kindergruppe hilft beim Kröten sammeln am Amphibienschutzzaun
Bei der Aktion "Sauberer Landkreis" wird fleißig Müll gesammelt
Bei der Aktion "Sauberer Landkreis" wird fleißig Müll gesammelt

Die frisch geschlüpften "Kahler Steinkäuze" unterstützten im März den Landesbund für Vogelschutz (LBV) beim Kröten sammeln in Kahl. Im Februar erst wurde die Kindergruppe der Naturschutzjugend (NAJU), der Jugendorganisation des LBV, gegründet und gleich wurden die Ärmel hochgekrempelt und mitangepackt. Bei Schloss Emmerichshofen betreut die LBV-Ortsgruppe Kahl seit Jahrzehnten schon den Krötenzaun. So konnten die jungen Helfer von routinierten Naturschützern wie Alexius Wack alles rund um die Amphibienschutzaktion erfahren.

 

Die Kinder fanden es spannend, Männchen und Weibchen zu bestimmen und die unterschiedlichen Farben der Tiere zu entdecken. Jedes Kind war mit Eifer dabei und stolz, die Kröten in der Hand zu halten.

Cool! und stolz wie Bolle über den Mut, eine Kröte angefasst und vor dem Straßenverkehr gerettet zu haben, ist die Beschreibung der Kinder.

Als die Kröten dann auf der anderen Straßenseite ins Wasser gesetzt wurden, konnten die jungen Naturforscher schön beobachten, wie sich die Männchen an den Weibchen festhielten und gemeinsam davon schwammen.

 

Unter den zu rettenden Tieren entdeckten die Kinder sogar eine richtige Rarität - einen Grasfrosch, der nicht mehr sehr oft in unserer Region zu finden ist.

 

Überraschend traurig hingegen waren die Kahler Steinkäuze, als sie sahen, wieviel Müll an der kurzen Strecke am Straßenrand lag.

 

Gegen diese Vermüllung konnte die NAJU-Kindergruppe bei der Aktion Sauberer Landkreis am 23. März gleich etwas tun und sammelte fleißig im Gebiet um den Vitaparcours in Kahl Müll ein.

Allein an einer Stelle fanden die Kinder 46 Flaschen - insgesamt dürften an die 100 Flaschen neben vielem weiteren Müll von den Kahler Steinkäuzen eingesammelt worden sein.

 

Zufrieden gingen sie nach wohlverdienter Stärkung mit Wurst im Brötchen nach Hause.

 

Die Kinder freuen sich schon auf die nächste Aktion der Kahler Steinkäuze im April. Wer Lust hat, kann gern mitmachen. Es sind noch Plätze frei.

 

Ansprechpartner für die Kahler Steinkäuze: Martin Schäfer und Martina Wack, kahler-steinkaeuze@outlook.de

Text: Martina Wack, Fotos: Martin Schäfer

Die „Kahler Steinkäuze“ präsentieren sich auf dem „Tag der Artenvielfalt“


Die „Kahler Steinkäuze“ konnten sich am 14. April das erste Mal der Kahler Öffentlichkeit präsentieren. Der Aktionstag, von der Kahler „Grünen“ als „Tag der Artenvielfalt“ins Leben gerufen, fand bei strahlendem Sonnenschein auf dem Rathausvorplatz statt und lockte viele Bürger an. Sie konnten Vorträgen zu Streuobstwiesen oder bienenfreundlichen Gärten lauschen, Pflanzen kaufen, Kuchen essen – oder sich am Stand der „Steinkäuze“, der neu gegründeten Kindergruppe der Naturschutzjugend (NAJU), informieren. Für die Kinder gab es ein kleines Bastelangebot: aus Holzwäscheklammern entstanden wunderschöne Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten – wie man auf dem Foto sieht, waren viele kleine Besucher eifrig am Werkeln. Und wer dann noch Lust hatte, konnte die Riech- und Fühlstationen durchlaufen. Ein rundum schöner Tag, auch für die Gruppenleiter der „Kahler Steinkäuze“.

 Text: Inge Kliemt, Fotos: Claus Fries

Dem „Vogel des Jahres“ auf der Spur

19 Kinder und 11 Erwachsene der neu gegründeten „Kahler Steinkäuze“ der Naturschutzjugend (NAJU) machten sich am 22. April auf den Weg in die Kahlwiesen. Dort suchten sie nach dem „Vogel des Jahres“ – dem Star. Der Singvogel gilt zwar als Allerweltsvogel, doch seine Bestände gehen seit Jahren zurück. Zur Brutzeit schillert sein Federkleid besonders schön, außerdem ist er ein Imitationstalent, denn er kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen.

Es war gar nicht so einfach, dem Star auf die Spur zu kommen. Doch auch wenn die kleinen Naturdetektive den „Vogel des Jahres“ nur von weitem erspähten, lernten sie an diesem Nachmittag dennoch eine Menge über ihn. Wo er gerne nistet, was er frisst, was wir Menschen für ihn tun können und vieles mehr erarbeiteten sich die Kinder in kleinen Gruppen. In Bestimmungsbüchern konnten sie sich den Star genauer betrachten und – moderne Technik macht’s möglich – auch seinem Gesang lauschen. Natürlich blieb genug Zeit für eigene Entdeckungen: Insekten, Gräser, Wildkräuter, knorrige Bäume… „Achtung, der Greifvogel Kommt“ hieß das Fangspiel, bei dem sich die Jungs und Mädels zum Abschluss noch einmal richtig austoben konnten.

Im Mai widmen sich die „Kahler Steinkäuze“, die der Jugendorganisation des LBV (Landesbund für Vogelschutz) angehören, dann ihrem Namensgeber: dem Steinkauz. Der stark gefährdete Eulenvogel ist in der Kahler Gemarkung mit drei Brutpaaren vertreten. Der LBV kümmert sich um die Nistkästen der seltenen Vögel.